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Homöopathie in Bezug zu Epidemien, Pandemien und Covid-19

KRISE ALS CHANCE

Wir befinden uns als Gesellschaft in einer Krise. Einerseits aufgrund der gesundheitlichen Bedrohung von einem Virus, der sich mit einer relativ hohen Ansteckungsrate und ohne Immunität und Herdenschutz in der Bevölkerung sehr schnell ausbreiten kann. Zudem lassen die restriktiven Schutzmassnahmen schon lange vorherrschende Missstände noch viel deutlicher hervortreten und bringen auf der ganzen Welt viele Menschen in existentielle Schwierigkeiten. 

Der Virus Covid-19 hat etwas geschafft, was sonst wohl kaum jemand in diesem Ausmass zu Wege bringt. Er ist in aller Munde, in jedem Land der Welt beschäftigt man sich mit ihm, er beeinflusst das Leben unserer Gesellschaft und jedes Einzelnen in einem massiven Ausmass und bringt Veränderungen zutage, die sonst unmöglich erscheinen. Und das alles in einer rasanten Geschwindigkeit. 

Als Therapeutin und als Homöopathin sehe ich Krisen immer als enorme Chancen. Nie ist das Potential zu Entwicklung und Veränderung so stark wie in Krisenzeiten. Oft rütteln Krisen Menschen auf, wecken aus dem Dämmerschlaf auf, der sich durch zu viel vermeintliche Sicherheit und Gewohnheiten oft einstellt. Egal ob in persönlichen oder gesellschaftlichen Krisenzeiten – die Menschen sind in Notsituationen immer aufgerufen, in ihre Handlungsfähigkeit und Eigenverantwortung zu gehen um das Beste aus der Situation zu machen.

Viele Bereiche unseres Alltags und unseres gemeinschaftlichen Lebens sind betroffen. Nur gemeinsam können wir neue Wege finden und Veränderungen erschaffen. In meinen Augen deckt eine Krise immer schon lange vor sich hinschlummernde Ungereimtheiten auf, sie fordert uns zu einem Umdenken und Umstrukturieren auf. 

UMDENKEN IM GESUNDHEITSSYSTEM

In Bezug auf unser Gesundheitswesen und vor allem auch in Bezug zu alternativen Heilmethoden und der Homöopathie ist es wichtig, so wie ich es mir in der Arbeit als Homöopathin gewohnt bin, an die Wurzel zu gehen, an die Grundursache von Schwierigkeiten. Unser Gesundheitswesen wird aufgrund seiner einseitigen Ausrichtung auf die Schulmedizin immer mehr an seine Grenzen kommen. Zudem ist die starke Wirtschaftlichkeit und das gewinnorientierte System, auf dem unser Gesundheitswesen aufgebaut ist, nicht optimal für die Behandlung von Menschen. Wenn der Gewinn über dem Wohl des Menschen steht, stimmt es nicht mehr. Wichtig wäre, wieder weg zu kommen von einem auf Wirtschaft ausgerichteten Gesundheitssystem und den Menschen ins Zentrum zu stellen.

Wenn wir uns bewusst sind, wie komplex der Mensch als Wesen ist, wie vielfältig er in seiner Ausprägung und Funktionsweise ist, wie diffizil die Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele sind, dann wird uns klar, dass es einem Gesundheitssystem bedarf, in dem alle Arten von Medizin und Heilmethoden in einer Synergie zusammen arbeiten. Nur so können wir dem Menschen der heutigen Zeit mit seinen Bedürfnissen und den Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind und die noch auf uns zu kommen, gerecht werden. 

Die WHO warnt: «Bis ein Impfstoff oder eine sehr effektive Behandlungsmethode gefunden wird, wird dies unsere neue Normalität sein» Die Aufmerksamkeit bei dieser Aussage liegt vor allem im schulmedizinischen Bereich. Ein Impfstoff scheint die einzig wirkungsvolle Massnahme zu sein und es wird davon ausgegangen, dass es bisher keine effektiven Behandlungsmethoden gibt. Wenn man diesen Tunnelblick auf die Schulmedizin aber etwas ausweitet und auch andere Therapiemethoden ins Blickfeld nimmt, sieht man schnell, dass es bereits wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten gibt.

 

GESCHICHTE DER HOMÖOPATHIE IN BEZUG AUF PANDEMIEN

In der Geschichte der Homöopathie der letzten zwei Jahrhunderten zum Beispiel finden sich erstaunliche Erfolgsgeschichten vor allem in den Zeiten von Epidemien und von Pandemien. 

Eine der ersten Epidemiebehandlungen hat der Erfinder selbst, Samuel Hahnemann, 1813 durchgeführt. Bei der Behandlung des Fleckenfiebers –  Typhus Exanthematicus – von 183 Erkrankten mit Homöopathie ist nur ein Kranker gestorben. Die übliche Todesrate bei Typhus betrug ungefähr 50%.

Ihr Durchbruch hatte die Homöopathie bei der Cholera Epidemie im 19. Jahrhundert, worauf sie staatliche anerkannt wurde.

„Die Sterblichkeitsrate der schulmedizinisch behandelten Cholerakranken betrug damals über 50 Prozent. Es herrschte Ratlosigkeit bei Ärzten, wie man der Seuche Herr werden sollte. Samuel Hahnemann hatte bis 1831 vier Broschüren über die Heilung der Cholera verfasst. Seinen Durchbruch erlebte die Homöopathie nach Hahnemann`s Empfehlungen durch Erfolge bei Cholera. In Österreich-Ungarn kam es in Mode, dass Adlige homöopathische Ärzte einstellten, die gute Erfolge bei Cholera erzielten. Überlieferte Daten dieser Ärzte zeigten, dass ungarische und Wiener Ärzte 1188 von 1263 Kranke von der Cholera kuriert hatten. Die belegten Erfolge wurden angezweifelt. Daraufhin mussten homöopathische Ärzte die Ergebnisse ihrer Therapie durch Unterschriften der Patienten und Priester bestätigen lassen. Die Auswertung ergab, dass 92 Prozent der homöopathisch behandelten Cholerakranken geheilt wurden.“

Thomas Mickler über Behandlung von Cholera-Epidemien durch Homöopathie

Die „Mutter aller Pandemien“ – so nannte man bisher die spanische Grippe, welche sich zwischen 1918-1920 in drei Wellen ausbreitete und weltweit zwischen 27 Millionen bis 50 Millionen Menschenleben forderte. Unter der damals üblichen, schulmedizinischen Behandlungen starben ca. 30% der in die Krankenhäuser eingelieferten Patienten. Amerikanische Homöopathen dokumentierten 26 795 behandelte Fälle, bei ihnen verstarb nur 1%.

Auch jetzt, während der Covid-19 Pandemie höre ich täglich von Berichten homöopathischer Ärzte und Therapeuten, welche sehr erfolgreich Infizierte behandeln. In Italien gab es eine wissenschaftliche Studie, welche die Hospitalisationsrate unter homöopathischer Behandlung erforschte, die nach Abschluss der Studie 0% betrug!

 

AKTUELLER STAND DER HOMÖOPATHIE IN DER WELT

Und trotz diesen klaren Erfolgen wird gerade die Homöopathie immer wieder angegriffen in den Medien und in vielen Ländern auf politischer Ebene stark bekämpft. Ich frage mich oft, was ist der Grund dafür? Wieso muss etwas so stark angefeindet werden?

Wenn wir in Betracht ziehen, dass die Pharmaindustrie, welche allein in der Schweiz über 80 Milliarden Umsatz pro Jahr macht, unmittelbar abhängig ist von der Vorherrschaft der Schulmedizin als Hauptanlaufstelle für medizinische Versorgung, dann können wir verstehen, weshalb jede andere, erfolgreiche Heilmethode als Bedrohung wahrgenommen wird.

Die Homöopathie ist darauf ausgelegt, mit kleinster Dosis eine möglichst grosse Wirkung zu erzielen. Der Weg dahin ist genaues Beobachten und totale Präzision in der Mittelwahl. 

Ich selber erlebe als Homöopathin täglich die tiefgreifende Wirkungsweise dieser Medizin. Oft empfinde ich es als frustrierend, wenn ich sehe, dass allein durch die fehlende Integration der verschiedenen Behandlungsformen den Menschen noch immer keine wirklich kompetente Hilfe angeboten werden kann. Es ist so viel Wissen auf verschiedensten Ebenen vorhanden. Und nur durch die Synergie von all diesem Wissen werden wir ein Gesundheitssystem aufbauen können, das dem heutigen Mensch in seiner Komplexität und seinen vielseitigen Bedürfnissen wirklich gerecht wird.

Und der Weg dahin wird jeder einzelne Mensch grundlegend beeinflussen mit den Entscheidungen, die täglich getroffen werden. 

Lasse ich mich von Ignoranz, Gier oder Angst leiten? Oder kann ich Entscheidungen treffen, welche aus einem tieferen Sinn für Gemeinschaft, aus der Integrität und dem Mitgefühl heraus getroffen werden?

Wenn jeder sich innerlich auf neue Werte ausrichtet, können wir gemeinsam einen Weg gehen, wo der Mensch mit seiner Individualität im Zentrum steht. Wo die Integrität jedes Menschen respektiert wird. Einen Weg, wo es nicht mehr um Gewinnoptimierung geht, sondern um eine Zusammenarbeit aller zum Wohle jedes einzelnen Menschen und der Gesellschaft als Ganzes.

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